Natürlich wäre es ein Leichtes, mich an dieser Stelle in umfangreichen Wortgeschwader vorzustellen. Ihnen zu erzählen, was ich bisher gemacht habe, wieviel Hundert Hunde durch meine Hände gingen oder Ihnen eine Liste mit besuchten Seminaren und Fortbildungsveranstaltungen vor die Nase zu halten. Selbstbeweihräucherung und Selbstdarstellung sind nicht mein Ding. Und dieses Schema finden Sie in jedem Hundeschulen-Profil zu Tausenden.
Ich habe mich dagegen entschieden und stattdessen Menschen, die mich und meine Arbeit mit Hunden (oder anderen Geschöpfen) kennen oder kennengelernt haben, gebeten, ihre Eindrücke zur Person "Claudia Hauer" niederzuschreiben.
Viel Spass beim Lesen
Ihre Claudia Hauer
A. Heisler mit Mischlingshündin Lara (5 Jahre)
Nach einigen Jahren der erfolglosen Suche nach einem gewaltlosen Hundetrainer, fiel mir zum Glück der Flyer von Claudia Hauer in die Hände. Schon das Kontaktformular war völlig anders als ich andere Trainer kennenlernte. Das erste Telefonat und die Erklärung der Trainingsmethoden brachten ganz klar die Erkenntnis, dass es von nun an wohl einen guten Ausweg aus unseren Problemen im Alltag geben könnte. Meine Hündin war nämlich zunehmend der Meinung, dass sie eher mich beschützen müsste und mobben sinnvoller ist, als das Opfer aller anderen Mobber zu sein. Das war das Produkt völlig ungeeigneter Hundeschulen mit Welpenstunden, bei dem fröhlich gemobbt werden durfte und der Standartspruch lautete, dass die Hunde es bis zum gewissen grad selbst sehr gut regeln können. Dazu kamen im Laufe der Zeit Trainingsmethoden, die unsere dennoch aufgebaute Beziehung eher zerstörten bzw. arg schädigten.
Das erste Treffen begann mit einem kurzen Spaziergang bei dem sich Claudia die angesprochenen Probleme vor Ort ansehen wollte. Die ersten Tipps während des Spaziergangs brachten für mich überraschende Fähigkeiten meines Hundes zu Tage. Plötzlich konnten wir ohne größere Probleme an ihren Lieblingsfeinden vorbeigehen ohne unangenehm aufzufallen.
Die ausführliche Auswertung und die erste Beratung bezüglich des Gesamtverhaltens zeigte unseren Trainingsweg, der mit Sicherheit lang sein würde aber sich in aller Hinsicht lohnen würde. Claudia Hauer nahm sich an allen Traningstagen sehr viel Zeit und vor allem sehr viel Geduld mir die wichtigen Bestandteile einer guten Beziehung und geeigneten Trainingsmethoden näher zu bringen.
Ich versuche nun täglich die neu gelernten Dinge in die Tat umzusetzen. Dabei ersetzte ich schnell das unpraktische Halsband durch ein gut sitzendes Geschirr und dank der neuen Traningsmethoden erkannte ich meinen Hund schon nach einigen Tagen kaum wieder. Wir gehen jetzt wieder relativ entspannt spazieren und rennen nicht im Zickzack durch den Wald, um allen unangenehmen Situationen auszuweichen. Mein Hund ist bei Hundebegegnungen viel entspannter und verläßt sich in Notsituationen deutlich mehr auf mein Eingreifen.
Der Weg ist noch lang zu einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Hund und Frauchen, denn Vertrauen zu zerstören geschieht wesentlich schneller als Vertrauensaufbau. Aber es wird mit jedem Tag besser und wir freuen uns über jeden noch so kleinen Fortschritt und weitere Traningseinheiten mit Claudia Hauer.
Vielen Dank sagt Hund und Frauchen an Claudia Hauer
Heike Kamya, 2. Vorsitzende des Welpennothilfe e.V.
Ich lernte Claudia durch Gründung des Tierschutzvereins Welpennothilfe e.V. kennen. Lose war der Kontakt am Anfang, aber doch immer geprägt von Informationen, Ideen, Anregungen und Wissenswertem über die Hundehaltung und Erziehung.
Seit Anfang 2008 arbeiten wir gemeinsam im Vorstand und so wurde der Kontakt auch enger: Es ist eine Freude, an ihrem Wissen teilzuhaben. Denn sie vereint viel Wissen über den täglichen Umgang und das Zusammenleben mit dem besten Freund des Menschen.
Immer wieder kommt es vor, dass mir Blickwinkel eröffnet werden, an die ich nicht im Traum gedacht hätte. Ich kenne niemanden, der die Sprache der Hunde so deutlich lesen kann wie sie. Sie hat einfach das gewisse Etwas, das besondere Gespür, eine innere Verbundenheit zum Tier, die mir noch nie begegnet ist.
Sie liebt Tiere über alles und ist bereit, für die Hilfe einer verlosten Kreatur auch ihr Privatleben fast bis auf Null zurückzuschrauben.
Sie kann Menschen mitreißen und sprüht nur so vor Ideen, die leider nicht immer umsetzbar sind. Sei es, weil kein Hundeplatz zu finden ist oder das Geld für ein Projektbeginn nicht reicht.
Doch ist Claudia aber auch fordernd. Sie hat sich selbst ein großes Pensum auferlegt und es ist schwer, sie zu bremsen. Sie denkt an sich und ihre Gesundheit zuletzt.
Claudia verabscheut Gewalt aus tiefstem Herzen, denn es geht viel besser mit Liebe und Verständnis. Sie hält nichts vom Alphawurf, Schnauzengriff und technischen Hilfsmitteln, um Hunde zu erziehen. Und Sie wird alles daran setzen, dass diese Erziehungsmethoden von den Hundeplätzen verschwinden.
Jedenfalls von den meisten. Hierzu hat sie die deutschlandweite Kampagne "Sag 'Nein' zu Gewalt in der Hundeerziehung" ins Leben gerufen.
Jeder Hundehalter kann viel von ihr lernen, aber auch Menschen wie ich, ohne Hund, können ihren Blickwinkel erweitern und helfen, das Leid der Tiere wenigstens ansatzweise zu mildern.
Claudia ist ein besonderer Mensch, den ich über alles schätze.
Henrik Hauer, langjähriger und arg gebeutelter Ehemann
Claudia und die Tiere
Praktisch seit dem Beginn unserer Partnerschaft vor mehr als 15 Jahren sind wir von Tieren umgeben, eigene und "Findelkinder." Ob Federn, Pelz oder Stacheln, alle obdachlosen Tiere der Umgebung "fanden" immer irgendwie den Weg in unser Heim und wurden von Claudia hingebungsvoll betreut.
Dabei stellte ich fest, dass meine Frau ein "besonderes Gespür" für jedes einzelne Tier hatte. Ich schaute mir ein Tier an und sah z. B. einen kleinen kränklichen Vogel, sie aber spürte immer schon frühzeitig, ob es mit einem Tier bergauf ging oder ob wir zum Tierarzt oder in die Klinik müssen. Sie "sah" genau, was das jeweilige Tier brauchte. Es war manchmal schon richtig unheimlich.
Dieses "besondere Gespür" ist bis heute ein wesentlicher Aspekt der Tierschutzarbeit und Trainertätigkeit meiner Frau. Selbstverständlich kann sie wie viele andere Ausbilder auch das Lernrepertoire der Hundetrainer/-innen herunterbeten. Über das "Technische" hinaus entsteht aber immer auch eine "persönliche" Beziehung zwischen Claudia und "ihren" Pflege-/Trainingstieren, die eine gute Basis für eine erfolgreiche Trainingsarbeit oder Verhaltenskorrektur darstellt.
Bei Hundewanderungen oder anderen Begegnungen mit ehemaligen Pflege- oder Trainingstieren ist immer gut zu beobachten, wie sehr sich selbst üblicherweise zurückhaltendere Tiere über die Wiederbegegnung mit Claudia freuen.
Der Name "feel4dogs", sehr frei aus dem Englischen vielleicht mit "Gefühl für Hunde" übersetzbar, bringt alles sehr gut auf den Punkt.
M. Legler mit Mischlingshund, 2 Jahre
Als ich zum ersten Mal mit meinem Hund das Training von Claudia Hauer besuchte, hatte unser Hund- Mensch- Verhältnis einen großen und spürbaren Knacks.
Nach einem sehr ausführlichen Beratungsgespräch und meinen Schilderungen der Probleme über das Gesamtverhalten meines Hundes zeigte mir Claudia klar auf, was in punkto Erziehung alles falsch gelaufen ist. Dies kann auch auf meinen vergangenen Hundeschulenbesuche zurückgeführt werden. Hatte doch zuvor kein Trainer erkannt, dass mein Hund einen hochsensibles Charakter hat und das ich mit den dort praktizierten Erziehungsmethoden das Bindungs- und Vertrauensverhältnis arg schädigte und zerstörte. Als mir Claudia erbarmungslos sagte: ''Dein Hund vertraut dir nicht mehr'', war das schon sehr niederschmetternd, wollte ich doch immer nur das Beste.
Es folgte ein Training im Freien – wo wir neben der sehr wichtigen Bindungs- und Vertrauensarbeit auch noch nebenbei an der Leinenführigkeit und dem Abrufen unter Ablenkung arbeiteten. Man muss wissen, dass mein Hund ohne Leine im Waldgebiet stets sein Ding machte, sehr gestresst war und mich komplett ausblendete. Das lag an den vielen Eindrücken, die wesentlich spannender waren, als ich, aber eben auch am mangelnden Vertrauen und der zerstörten Bindung. Das ganze nervte mich sehr, wenn ich ständig den Wald zusammenrufen musste, weil mein Hund wieder mal außer Sichtweite und verschwunden war. Nicht nur ich war immens gestresst, sondern auch mein Hund.
Auch meine Kommandos, die wohl ziemlich unklar und schwammig waren, nahmen wir in Angriff. Für alles hat sich Claudia wirklich sehr viel Zeit genommen. Die vielen wertvollen Ratschläge und Tipps nahm ich mir sehr zu Herzen und versuchte, sie alltäglich in die Tat umzusetzen. Und siehe da, nach ein paar Tagen waren die ersten spürbaren Veränderungen seitens meines Hundes da.
Das Halsband wurde durch ein Geschirr ersetzt und die recht kurze, nach Claudias Meinung völlig unpraktische Leine musste weichen.
Beim zweiten Training erkannte ich meinen Hund kaum wieder. Ich war so überrascht, was in so kurzer Zeit möglich ist, wenn sich die bisherigen Erziehungsmethoden ändern. Es war richtig entspannend, im Waldgebiet spazieren zu gehen. Mein Hund orientierte sich an mir, war ruhig und ließ sich trotz Ablenkung gut abrufen.
Abschließend ist zu sagen, dass wir sicher noch einen weiten Weg vor uns haben, damit das Vertauensverhälnis wieder so hergestellt ist, wie es sein sollte. Mir ist klar geworden, dass ich offensichtlich auf die falschen Ratschläge gehört haben. Aber der Grundstein ist gelegt und es wird jeden Tag besser.
Eine dankbare "Trainierte"


